Vorm einfach machen kommt einfach sein. Die Taschendamen.

Vorm einfach machen kommt einfach sein

Vorm einfach machen kommt einfach sein

Manche Menschen machen. Andere nicht. Taschendame Sanya beobachtet und kommt zu dem Schluss: Vorm einfach machen kommt einfach sein.

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Ein Beitrag zur #Podcastparade von Kerstin Wemheuer: #einfachmachen.

Guten Tag zusammen!

Ich habe sie beobachtet. So viele angefangene Projekte. Warum beendete sie die nicht einfach? Ich traute mich nicht zu fragen, denn ich fürchtete mich vor ihren Argumenten. Da lag zum Beispiel UNSER Exposé für UNSER Taschendamenbuch auf ihrer Festplatte. Seit Wochen. Nichts geschah. Meine inneren Gebete halfen nicht. „Mach´ doch einfach!“ Stille. Es geschah nichts.

Auf einmal verpflichtete sie sich in unserer Gruppe „Wo bleibt denn das entspannte Sein?“ Sie schrieb:

„Ihr Lieben!

Ich lebe noch! … und wurde gerade von einem guten Geist an mein Exposé erinnert, DAS ICH NUR NOCH ABSCHICKEN MUSS! Ich verspreche hiermit, das bis zum nächsten Freitag zu tun. Wenn ihr mögt, hakt nach, nervt mich, ob es auf dem Weg ist. 🙂 <3 Ich sag schon mal danke!“

Als Taschendame frage ich mich natürlich, warum manche Menschen einfach machen, oder sogar f… einfach machen oder FUCK EINFACH MACHEN! Und andere nicht.

Temperament? Not? Begabung? Leidenschaft? Zwang? Hingabe? Liebe? Freude?

Unserer Chefin – zur Zeit leider mein einziges Beobachtungsobjekt – mangelt es nicht an Liebe und Hingabe. Wenn ich sie so anschaue, komme ich zu dem Schluss, dass es ein Reifungsprozess ist. Wann immer ich sie reden höre, merke ich, dass es keine Ausreden sind oder Prokrastination oder wie das Wort heißt.

Nein. Ich glaube, es ist wie mit dem Gemüse. Oder Obst. Oder Babys. Eine unreife Tomate kann nichts. Zumindest nicht einfach machen. Sie hängt da, klein, grün und unreif. Erst zur schönen Tomate herangereift, kann sie gepflückt werden. Dann können die Menschen mit ihr einfach machen. Zuvor kann und darf die Tomate einfach sein.

Ich glaube, Mensch darf sich in quälenden Phasen „Warum zum Kuckuck mache ich nicht einfach???“ einfach fragen:

In welchem Reifungsprozess stecke ich gerade?
Bin ich die sich voll futternde Raupe?
Der fliegende Schmetterling?
Die rote Tomate?
Der unreife Apfel?
Die tanzende Frau?

Dann höre genau hin. Lass´ dir Zeit. Höre hin und atme.

Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass du dich beim „nicht machen“ auch in einer Phase befindest, in der etwas in dir noch nicht herangereift ist.

Denn sonst würdest du es vielleicht, wie meine Chefin machen, die auf einmal drei schwebende Projekte auf einmal beendete.

Vertrau dir.

Nach einfach sein kommt einfach machen.

In Liebe

deine Sanya

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