Wie sich das Chaos lichtet

Wie Mind-Map und Matrix Chaos bewältigen

Vom Chaos im Kopf

Chaotisch sieht´s aus in meinem Kopf. Wenn du die Geschichte „Wie werde ich Heldin?“ von Taschendame Afeni schon einmal gelesen hast, kommt dir das jetzt vielleicht vertraut vor. Während um mich herum Regale, Schränke, Schubladen, Stehsammler und Hängeregistraturen wunderbar überschaubar und schon ziemlich gut organisiert sind, sieht es in mir ganz anders aus: Wild purzeln dort alle Gedanken durcheinander, spielen fangen und verstecken sich oder bilden Stolperfallen. Um es mit Afeni zu sagen: Es ist Rush-Hour in meinem Kopf. Dichte „Gedanken“-trauben drängeln sich vor den U-Bahn Türen und wollen alle gleichzeitig nach Hause.

Digitale Ordnung?

Auf der Festplatte meines Computers (den richtigen meine ich jetzt 😉 ) ist es nicht ganz so dramatisch. Doch es gibt ein paar Prozesse, bei denen Dateien einfach unsortiert in einen Ordner fliegen, so wie die Wäsche in den Wäschesack.

Sehnsucht nach Struktur

Und nun? Das Jahr 2016 geht dem Ende entgegen. Meine Sehnsucht nach Ordnung und Struktur ist groß. Seit ein paar Tagen sammele ich all das Chaos auf einer MindMap und identifiziere die chaotischsten Stellen. Ich bin froh um jeden Gedanken, den ich einfangen kann.

Offene Entscheidungen fördern Durcheinander

Schon jetzt ist deutlich: Ich brauche definitiv eine bessere „Gehirn“-Struktur und Ordnung im Kopf. Da komme ich um verschiedene Entscheidungen nicht drum herum. Denn auch die offenen Entscheidungen leisten ihren Beitrag zum wilden Durcheinander. Offene Entscheidungen mag ich nicht. Seit ich aber die Ja/Nein-Zone um die Möglichkeit, mich jetzt noch nicht zu entscheiden, erweitert habe, geht es besser. Doch wie lange tut eine pausierte Entscheidung gut?

Mit Hilfe einer Entscheidungsmatrix aufräumen

Als ich bei Claudia Kauscheder ihre Entscheidungsmatrix entdeckte, öffnet sich eine neue Tür. Besonders gefiel mir, dass ich für diese Matrix meine Filzstifte benutzen durfte. Ich kann in Farben besser denken. Die Matrix ist leicht und intuitiv zu bedienen: Ein Name für dein Projekt und dann kommt eine schnelle Einschätzung: Macht es mir Spaß? Wo stehe ich? Wie hoch sind die Hürden? Wenn du alles bewertet hast, hast du eine hübsche Reihe mit bunten Punkten.

Rot, Gelb und Grün? Die Mischung macht die Entscheidung

Eine lange Liste ist entstanden. Ein sortiertes Durcheinander verschiedener Punkte lächelt mich an. Das war leicht. Während mein Blick über die Zeilen schweift, treffen sich Entscheidungen fast von selbst: Projekt X – einmal Grün, viel Rot. Da brauche ich nicht mehr lange nachdenken. Die Belastung springt mir förmlich entgegen. Innerlich verspreche ich mir, dieses Projekt das ganze nächste Jahr nicht anzurühren. Die Bewertung liefert einen glasklaren Beweis, dass es zu anstrengend würde. Geahnt hatte ich es schon die ganze Zeit. Doch ein inneres „Du solltest aber…“ hat es am Leben erhalten. Die Matrix und ein fröhliches „Ich darf“ führen schnell zu einem klaren „Das Vorhaben kann mich mal“.

Es ist keine Rechenaufgabe

Über die Matrix und meine verschiedenen Gedanken könnte ich gerade gefühlt einen Roman schreiben. Jede Farbkombination weckt eine neue Art der Interpretation. Mathematik funktioniert hier nicht. Manche Projekte sind noch nicht grün genug, bei anderen wiegt das wenige Rot zu schwer oder sie sind zu gelb.

Ruhe kehrt ein

Nach dem Ausfüllen bin ich erleichtert. Die „Rush-Hour“ ist vorbei, die Damen und Herren haben Platz genommen. Ich gewinne einiges an Klarheit und kann mein Zögern besser einordnen. Ich weiß, was mich erwartet, wenn ich die Projekte angeht. Fast alle erlaube ich mir übrigens auf den Parkplatz zu verschieben. Warum? Weil die Antwort auf die Frage: „Was sagt dein Herz?“ grün war. 

Zwei Projekte ergattern einen Platz in meiner Jahresplanung. Da ich gerade selbst einen (Wohlfühl-)Kalender plane, kann ich gleich meine ersten Designs testen. Dort werde ich dann die Bewertung der Matrix aufgreifen: Gelb und Rot bedarf in der Planung besonderer Aufmerksamkeit und vielleicht auch besonderer Wohlfühlrituale. Ich bin gespannt!

Vielen Dank an Claudia Kauscheder und ihren Kurs „Good Bye 2016“! Wenn du auch noch Klarheit brauchst oder „lose Enden“ einsammeln willst, ist das vielleicht das Richtige für dich.

2 comments

  1. Liebe Maike,

    großartig, wie du den Ball, den ich dir in der ersten Aufgabe zugeworfen habe, aufgefangen und im Tor versenkt hast 🙂
    Mich würde noch interessieren (du schreibst vom Parkplatz …) ob es auch Projekte gibt, die du vollständig losgelassen hast?

    Weiter viel Spaß im Kurs, ich freue mich auf deinen nächsten Blogartikel!

    Liebe Grüße aus Wien,
    Claudia

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