Liebster Award für die Taschendamen

Liebster-Award!

Der Liebster-Award für die Taschendamen

Gerührt stehen sie vor mir, die Damen, als ich ihnen berichte, dass wir von Stephanie Mertens für den Liebster Award nominiert wurden. Rose kullert eine Träne herunter und atmet tief durch. „Danke!“, flüstert sie. Alle kommen näher, um sich das hübsche Label anzuschauen.

Und nun?, fragt Scarlett. „Nun dürfen wir elf Fragen beantworten“; erkläre ich ihnen. „Wir haben noch nicht mal von unserem Geburtstag berichtet!“, mault plötzlich LaBelle und auch Odette macht ein missmutiges Gesicht. „Peace und Afeni haben wir nicht richtig verabschiedet!“ Ich werde rot und schaue in aufgewühlte Gesichter. Stille breitet sich aus. Hilde sitzt verträumt da und schaut sich das Label an. Jemandem das Liebste zu sein, war ihr und uns eine große Ehre. „Du hast es vermasselt, Chefin!“ raunt mir Odette ins Ohr. „Ist ja gut jetzt, Odette!“, denke ich. Ja, ich weiß. Schlechtes Zeitmanagement, kein Fokus. Gleich wissen die Leserinnen nicht mehr, worum es hier eigentlich geht. Es geht jetzt um die Nominierung zum Liebster Award. Abschied und Geburtstag feiern muss warten.

„Können wir uns um die Fragen zum Award kümmern?“ frage ich ganz pragmatisch. „Das sind alles Erwachsenenfragen“, sagt Friedelotte. „Stephanie bloggt zum Thema Kurse. Ihr könntet euch auch einen überlegen.“ Sprachlos schauen sie mich an und in ihren Köpfen fängt es an zu rattern. Ich nutze den Augenblick und fange an zu schreiben:

Stephanies Fragen an mich:

Wie hast Du damals Deine Schulzeit erlebt? Wie hat Dir die Unterrichtsform gefallen? Hattest Du einen Lieblingslehrer und warum war gerade der es?

Meine Lehrerin der ersten Klasse habe ich geliebt. Ich durfte die Socke Fu malen, mit der wir damals lesen gelernt haben. Ob sie deshalb einen Stein bei mir im Brett hatte?

Lange Zeit dachte ich, ich hätte keinen Lieblingslehrer. Bis es mir eines Tages auffiel: Es war derjenige, der mein Herz berührt hat. Ich weiß nicht, ob es seine Absicht war. Wir haben ihm damals das Leben nicht leicht gemacht. Heute erinnere ich mich an ihn, weil ich mich in seinem Unterricht frei gefühlt habe. Mein besonderes Highlight von damals war ein Hörspiel, das wir in einer Gruppe komplett alleine inszenieren durften. Da war alles drin, was ich als Schülerin brauchte: Freiraum, eine kleine Gruppe, Kreativität. Er hat mein Potential angesprochen. Schule war damals mein Rahmen, der mir Halt gegeben hat. Er war mir aber oft zu eng und ich habe nie verstanden, wozu ich etwas auswendig lernen muss. Ich wusste, wenn ich etwas verstehe, muss ich nicht unbedingt pauken.

2. Hast Du für Dich im Laufe der Zeit herausgefunden, wie Du selbst am besten lernst? Wie sieht Deine Art zu lernen aus? Was sind Deine Tipps fürs Lernen für uns?

Vor allem habe ich erstmal den Mut entwickelt NEIN zu sagen, zu Dingen, die ich nicht lernen will. Ich habe mir unglaublich viel Druck gemacht, alles wissen zu müssen. Ich dachte, ich müsse ein gebildetes, wandelndes Lexikon sein. Irgendwann habe ich erkannt, dass ich meine Herzenswünsche leben möchte. Klar darf ich dafür lernen:

Wie hoste ich eine WordPress-Seite? Wie veröffentliche ich etwas? Wie funktioniert das mit den Rechten im Internet? Eine gefühlte Millionen Fragen. Wie machen meine Taschendamen anderen Freude? Wie werde ich sichtbar? All die Fragen brauchten Antworten. Viele habe ich mir im Internet gesucht, bei anderen Bloggern und Selbstständigen. Schwupps, konnte ich es meistens mühelos lernen, weil ich den Wunsch danach hatte. Daher lautet auch mein Tipp: Wenn es in dir keinen Wunsch gibt, keine Sehnsucht, keine Not vielleicht auch, lass es. Finde deine Sehnsucht, dann geht lernen ganz natürlich. Dann machst du dich von selbst auf den Weg.

3. Wie lässt Du andere an Deinen Erkenntnissen teilhaben? Worüber schreibst Du in Deinem Blog oder Newsletter?

Bis vor einigen Wochen habe ich ich ein Live-Buch geschrieben.  In den kurzen Geschichten suchen die Taschendamen nach dem Licht im Alltag des Menschen und kommen dabei zu manch überraschenden Erkenntnissen. Manchmal beobachten sie mich und schreiben darüber, manchmal philosophieren sie über den Gebrauch von Wörtern. Manchmal sind sie unter sich. „Wo geht’s denn hier zum Licht?“ ist der Titel.

4. Wie hast Du als Erwachsene Kurse in der Teilnehmerrolle erlebt? Was war gut? Was nicht?

Nach wie vor erlebe ich den Einfluss der Beziehungsebene. Stimmt die Chemie nicht, funktioniert meist der Kurs für mich nicht oder nicht so gut, selbst wenn es inhaltlich super ist. 

5. Hast Du selbst einen Kurs im Angebot? Welche Kursform hat er? Was ist das Thema? Wenn Du noch keinen Kurs hast, planst Du einen zu haben? Wenn nicht, warum nicht?

Zur Zeit noch nicht. Andere Dinge haben Vorrang. Ich darf gerade lernen meine Ideen zu disziplinieren. Die Taschendamen wollen, dass ich mit ihnen raus gehe, Lesungen halte und mich um ihr Buch kümmere. 

6. Wenn Du einen eigenen Kurs hast, was war für Dich einfach bei der Umsetzung, was war schwer? Wenn Du keinen eigenen Kurs hast, was stellst Du Dir dabei einfach vor, was schwer?

Soweit bin ich gerade noch nicht. Naiv und spontan würde ich sagen, dass es viel Arbeit ist und wie bei allen Projekten werden sich die Zweifler breit machen. Ich gehe auch davon aus, dass es Durchhaltevermögen braucht, ausreichend Interessenten und vor allem eine zündende Kursidee. Das stelle ich mir zur Zeit am schwersten vor. Es gibt unendlich viele Online-Kurse. Wo ist Bedarf, wo ist die Lücke? 

7. Wie würdest Du Dich als Dozentin/Trainerin mit Deinem eigenen Kurs beschreiben? Wenn Du keinen Kurs hast, was glaubst Du, wie wärest Du?

Ich würde genau hinschauen und hinhören, wahrnehmen, was zwischen den Zeilen steht und immer wieder die Beziehungsebene suchen.

8. Wenn Deine Teilnehmer Dich beschreiben würden, was würden sie über Dich sagen?

Schwierige Frage, so theoretisch. Vielleicht würden sie sagen, dass ich authentisch bin, ganz echt ich selbst, kreativ. 

9. Was ist Deine wichtigste Erfahrung bei der Arbeit mit Menschen? In allen Prozessen, in denen wir mit Menschen arbeiten, gibt es etwas Essentielles für uns. Egal, ob Kurs oder Beratung, Training oder Coaching. Was ist es für Dich?

Das Herz ist es, was zählt. Ich merke sofort, wenn ich diesen Fokus verliere. Wenn ich an Bildungspläne denke, habe ich eine unruhige Klasse. Es ist, als merkten sie sofort, dass es nicht mehr um sie geht. Oder wenn ich ans Geld verdienen denke, statt an die Mission der Taschendamen, wird immer etwas schräg und meine Ausdrucksweise verändert sich. Es ist nicht immer leicht, den Verlockungen zu widerstehen und dem nicht zu folgen, was gerade alle tun. Meine Arbeit mit Menschen braucht ein übergeordnetes Ziel, dass den Menschen dient. Mein Leitstern ist eine glückliche Welt, die ihre Wurzeln in Weisheit und Mut hat. 

10. Was könnten Deine Ziele mit einem eigenen Kurs sein?

Ein Ziel könnte sein, etwas anzubieten, das hilft, immer wieder zurück zu unserem Herzen zu kommen. Mein Medium dafür ist künstlerische Tätigkeit. Wenn ich male oder zeichne, komme ich immer wieder bei mir an. Genauso, wenn ich Taschendamen-Geschichten schreibe.

11. Was planst Du in Sachen Kurse für die nächsten Monate?

Eine konkrete Planung steht noch nicht. Ich habe eine wilde Ideensammlung, der noch der Zusammenhang fehlt. Außerdem bin ich zeitlich ziemlich ausgebucht. 

12. Hast Du noch eine Empfehlung für Deine Leser aus Deinem Erfahrungsschatz?

Dein Leben gehört Dir. Wie willst Du am Ende Deines Lebens die Welt verlassen? Diese Frage schenkt mir in jeder Situation den richtigen Fokus.


Die Nominierungen

An dieser Stelle dürften nun die Nominierungen kommen. Dieser Punkt bereitet mir immer noch einiges Kopfzerbrechen. Im Kern geht es darum neue Blogs zu entdecken. Ich tummele mich eher auf alten Blogs. Daher brauche ich deine Mithilfe!
Welche neuen Blogs kennst du, für die folgende Fragen spannend wären:

  1. Was bedeutet für dich Kreativität?
  2. Unter welchen Umständen bist du besonders kreativ?
  3. Wie hältst du deine Ideen fest?
  4. Halten dich deine Ideen manchmal vom Schlafen ab und was machst du dann?
  5. Was inspiriert dich?
  6. Welche Rolle spielt Talent für dich? Woran erkennst du Talent?
  7. Was möchtest du erreichen, wenn du kreativ bist?
  8. Welches sind deine liebsten Utensilien und warum? (Bleistift, FineLiner, Notizbuch…)
  9. Welche Person möchtest du in deinem Leben nicht missen, weil er/sie dich auf besondere Weise mit deiner Kreativität unterstützt hat?
  10. Welche Bücher oder Kurse kannst du anderen Menschen empfehlen, die Sehnsucht nach einem kreativen Leben haben? Gibt es einen „Dauerbrenner“, der dich schon lange begleitet?
  11. Welche Blogs sollte man unbedingt besuchen, wenn man Inspiration sucht im künstlerischen Bereich (malen, zeichnen, schreiben, nähen)?

Wer hat 2016 einen Blog gestartet? Wen kannst du mir empfehlen? Wen darf ich fragen? Hinterlasse mir doch einen Kommentar mit einem Link.

Der Liebster-Award ist eine Chance, Anerkennung zu verbreiten. Lass´sie uns gemeinsam vermehren!


Die Regeln für die Nominierten sind Folgende:

  1. Danke der Person, die dich für den „Liebster Award“ nominiert hat und verlinke den Blog dieser Person in deinem Beitrag. Falls möglich, hinterlasse auf ihrem Blog einen entsprechenden Kommentar, in dem du auch für andere sichtbar den Award annimmst.
  2. Beantworte die 11 Fragen, die dir der Blogger, der dich nominiert hat, stellt. Entweder in deinem Blogartikel oder in einem speziellen Interview. Wenn du die Fragen im Interview beantwortest, schreibe noch einen eigenen Blogartikel für den „Liebster Award“.
  3. Nominiere 3 bis 11 weitere Blogger für den „Liebster Award“. Das sollten möglichst solche sein, die noch wenig bekannt sind, aber empfehlenswerte Inhalte bieten.
    Wer möchte kann sich dabei an die 200er – 3000er Follower / Leser Regel halten, also solche Blogs empfehlen, die unterhalb dieser Zahlen liegen.
  4. Stelle eine neue Liste mit 11 Fragen für deine nominierten Blogger zusammen.
  5. Schreibe die Regeln des Awards in deinen Artikel zum „Liebster Award“, damit die Nominierten wissen, was sie tun müssen.
  6. Stelle die neuen Nominierungen auf deiner Seite vor und gebe den jeweiligen Bloggern deine Nominierung persönlich bekannt. Empfohlen wird dafür die Kommentarfunktion auf den jeweiligen Blogs zu nutzen, falls diese passend ist.
  7. Frage die jeweils Nominierten vorab, ob sie überhaupt mitmachen wollen, damit sie sich nicht überfallen fühlen.
  8. Kopiere das Emblem oder hole dir ein zu dir passendes aus dem Netz und stelle es sichtbar auf die Award-Seite, so dass der Liebster Award nach außen hin sichtbar ist und bleibt.

Wer wissen möchte, woher der Award kommt, findet umfangreiche Rechercheergebnisse bei Rosemarie Benke-Bursian.

 

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